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Der Arbeitsmarkt nach der Krise: Das wird sich ändern

  • 10.03.2021

  • Category: Personalsuche

Homeoffice? Ortsunabhängiges Arbeiten? Digitale Einarbeitungen? Bis auf wenige Ausnahmen waren diese Begriffe vor Corona noch Ausnahmezustände. Aber nicht nur die Digitalisierung ist ein Merkmal des Arbeitsmarktes während Corona. Auch große Unsicherheiten vor hohen Arbeitslosenzahlen, Kurzarbeit und eine Krise der Touristik und Gastronomie prägen das Bild. Immer mehr Schließungsschilder säumen die Flaniermeilen in Einkaufszentren – an Corona hatte niemand gedacht.

schwarz-weißer Graf auf Laptopbildschirm

Aber genauso unvorhersehbar, wie die Corona-Krise gekommen ist, geht es auch weiter. Die Prognosen bezüglich des Arbeitsmarktes reichen von positiven Wendungen bis hin zu angstmachenden Szenarien wie dem totalen Kollaps. Fakt ist: Auch in dieser Krise gibt es positive Tendenzen, die sich bereits vorsichtig zeigen. Neben den fatalen Auswirkungen auf den Arbeitsmarkt durch das Virus lohnt sich daher ein Fokus auf die Möglichkeiten und Chancen, die sich trotz steigender Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit für viele Unternehmen und Arbeitnehmer bieten. Was die Zukunft nach der Krise für den Arbeitsmarkt bringt? Genau weiß das niemand. Deshalb finden Sie hier einen kleinen Einblick in die aktuellen Trends und Entwicklungen.

Können Sie Ihre Mitarbeiter nach der Krise wieder regulär am Firmenschreibtisch begrüßen? Ist Homeoffice auch nach Corona eine ernstzunehmende Option? Wie hat die Krise den Begriff Firmengesundheit beeinflusst und welche Ressourcen sollten ausgebaut werden? Lohnt sich eine Verlagerung von Unternehmensschwerpunkten? Welche Branchen haben sich als krisensicher erwiesen? Und welche konkreten Veränderungen erwarten Sie als Führungskraft nach Corona? Durch vier aufgezeigte Trends finden Sie hier erste Antworten auf diese Fragen. So können Sie bereits jetzt erste Schritte in Richtung des veränderten Arbeitsmarktes gehen.

Der Arbeitsmarkt im Homeoffice: Was bedeutet das langfristig?

Eine der wichtigsten Eindämmungsmaßnahmen zur Sicherheit der Arbeitnehmer war die räumliche Trennung von Kollegen. Nur in systemerhaltenden Jobs durften Teams weiterhin auch physisch zusammenarbeiten, um die Ansteckungsgefahr zu reduzieren. Durch diese Maßnahme wurde der Arbeitsmarkt in großen Teilen von heute auf morgen digitalisiert. Eine der wohl überraschendsten Einsichten für Führungskräfte während der Krise war die Funktionsfähigkeit von Unternehmen trotz fehlender räumlicher Zusammenarbeit.

Auch nach der Krise ist das Argument der Funktionalität bezüglich Homeoffice oder kompletter remote work daher nicht mehr haltbar. Sie und ihre Mitarbeiter wissen jetzt, wie es funktioniert. Daher lohnt es sich, diesen Trend schon vor Ende der Krise weiter zu verfolgen und zu einem besonderen Merkmal Ihres Unternehmens zu machen. So nutzen Sie alle Möglichkeiten.

Gesundheit im Job: Ein Schwerpunkt nach Corona

Betriebliche Gesundheit war auch bereits vor Corona in fortschrittlichen Unternehmen von hohem Stellenwert. In Zusammenarbeit mit den Berufsgenossenschaften und mit Fachkräften für Arbeitssicherheit hatte die Gestaltung von Arbeitsplätzen zur Vermeidung von Arbeitsunfällen und arbeitsbedingter Erkrankungen Priorität. Corona hat allerdings gezeigt, dass die Gesundheit Ihrer Mitarbeiter nicht nur von der Aufgabengestaltung und vom Arbeitsort abhängt. Auch außerbetriebliche Faktoren können eine große Rolle für die physische und mentale Gesundheit Ihres Teams spielen.

Dieser Trend hin zum Schutz der Gesundheit Ihrer Mitarbeiter wird nach Corona einen hohen Stellenwert einnehmen. Dabei ist insbesondere auch die Situation von Mitarbeitern im Homeoffice zu betrachten. Aber auch eine adäquate Betreuung auf mentaler Ebene in Krisenzeiten hat sich als wichtig herausgestellt, um trotz Corona Funktionalität zu gewährleisten. Aus diesem Geschehen heraus lassen sich Veränderungen erkennen, die Sie bereits zu diesem Zeitpunkt fokussieren können.

Berufsbilder auf dem Arbeitsmarkt: Was sagt das System?

Hohe Arbeitslosenzahlen und Kurzarbeit prägen während Corona nur bestimmte Branchen auf dem Arbeitsmarkt. Andere Bereiche des Arbeitsmarktes dagegen bieten trotz Krise mehr Jobs an als davor. Insbesondere sogenannte systemrelevante Jobs im Gesundheitssektor, in sozialen Bereichen, aber auch in der IT-Branche haben sich als krisensicher herausgestellt. Der Arbeitsmarkt wird durch diese Feststellung hinterfragt, was einen nachhaltigen Trend hin zu einer Schwerpunktverlagerung auslösen kann.

Unternehmen stehen durch diese Entwicklung vor der Aufgabe, Unternehmensleitbilder zu hinterfragen und Strukturen zu überdenken. Aber nicht nur das Stichwort Systemrelevanz spielt dabei eine Rolle: Gerade flexible und innovative Unternehmen auf dem Arbeitsmarkt haben es trotz Corona geschafft, auf Kurzarbeit zu verzichten und sogar noch neue Jobs ausgeschrieben. Betriebe mit traditionellen Strukturen und langen Entscheidungswegen dagegen konnten dem veränderten Arbeitsmarkt nur schwerfällig begegnen. Die Konsequenz aus dieser Lehre bewegt immer mehr Firmen dazu, Prozesse und Wege zu überdenken, was langfristig eine Veränderung des Arbeitsmarktes zur Folge haben kann.

Unternehmensführung nach der Krise: Geänderte Schwerpunkte

Trotz neuen Ansätzen und innovativen Mitarbeiterführungsansätzen in den letzten Jahren, war Kontrolle in einem Arbeitsverhältnis auch immer ein Teil des Deals. Ob Stechuhr, Zielvereinbarungsgespräche oder schlicht der Arbeitsraum angegliedert an das Büro der Führungskraft: Allein durch die physische Anwesenheit war Kontrolle gegeben. Der Arbeitsmarkt komplett im Homeoffice oder langfristig remote work kam in diesem Gedankenmodell selten vor.

Mit den Veränderungen auf dem Arbeitsmarkt durch die Corona Krise wurden Führungskräfte plötzlich mit einem Maß an Eigenverantwortung konfrontiert, das davor noch undenkbar gewesen wäre. Auch das Maß an Vertrauen an das Team im Homeoffice war und ist gleichbedeutend mit dem Unternehmenserfolg. Aus diesem Grund müssen Sie als Führungskraft auch nach der Krise Jobs so gestalten, dass Sie weiterhin konkurrenzfähig bleiben. Denn eins ist sicher: Viele Unternehmen werden die neu gewonnenen Kenntnisse als Wettbewerbsvorteil auf dem Arbeitsmarkt nutzen.